•  
  •  
Fliegerfund vor Gersau Doppeldecker K+W C-35

März 2016

Taucher haben das letzte noch vermisste Flugzeug vom Typ K+W C-35 der Schweizer Luftwaffe im Vierwaldstättersee bei Gersau (SZ) gefunden. Der zweisitzige Doppeldecker stürzte im Juni 1941 bei einer Kampfübung ab. Seitdem galt das Wrack als verschollen. Auch vom Piloten fehlte jede Spur – bis heute.

«Wir wussten schon länger, dass das Flugzeug irgendwo vor Gersau (SZ) liegen muss und suchten drei Jahre lang danach», erzählt Roger Eichenberger, Inhaber der Divework GmbH. Ende Februar wurde der Berufstaucher schliesslich in 200 Metern Tiefe fündig. Für den passionierten Wracksucher ein Höhepunkt, weil in diesem Fall eine spannende Geschichte dahinter steckt.

Die in der Schweiz hergestellten Flugzeuge vom Typ K+W C-35 standen bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges als Kampf- und Aufklärungsflugzeug im Dienst der Schweizer Luftwaffe. Am 20. Juni 1941 nahm der betroffene Doppeldecker mit der Kennnummer 123 an einem Übungsgefecht mit einer Messerschmitt-Staffel teil. Ein plötzlicher Strömungsabriss brachte die Maschine ins Trudeln. Der Pilot konnte seine C-35 nicht mehr unter Kontrolle bringen. Er und sein Beobachter retteten sich mit dem Fallschirm aus dem abstürzenden Flugzeug, das im Vierwaldstättersee versank.

Kursschiffe versuchten die im Wasser gelandete Flugzeugbesatzung zu bergen, darunter das Dampfschiff «Schiller» mit über 1000 Personen an Bord. Die Passagiere drängten allerdings aus Neugier alle auf eine Schiffsseite, wodurch die «Schiller» eine so starke Schlagseite erhielt, dass der Kapitän die Bergung abbrechen musste. Gerettet werden konnte schliesslich nur der Beobachter der C-35. Der Pilot ertrank im See. Trotz intensiver Suche konnte er bis heute nie gefunden und geborgen werden.

Entdeckt mit einem Tauch-Roboter

Auch das Flugzeugwrack blieb unauffindbar, bis Ende Februar. Dann entdeckte das Wracksucher-Team um Taucher Roger Eichenberger Wrack und Pilot an einer der tiefsten Stellen des Vierwaldstättersees. Einem Tauch-Roboter sei Dank. Ob das abgestürzte Armeeflugzeug je vom Seegrund geborgen wird, ist für Eichenberger noch nicht sicher. «Das Flugzeug könnte wegen seiner teilweisen Holzkonstruktion bei einem Bergungsversuch zerbrechen.» Er fügt an: «Im Moment freuen wir uns aber erstmal über den spannenden Fund.» (Text: SRF)


















...................................................................................................................................................................................................................................................................................
Mysteriöser Wrackfund im Vierwaldstättersee

November 2014

Der Fund:
Ich staunte nicht schlecht als sich auf dem Sonar Bildschirm auf einmal die Konturen eines Autos und daneben die eines Schiffes abzeichneten. Die anschliessende Auswertung an Land bestätigte meinen Verdacht, nun hatte ich keine Zweifel mehr, es muss das vermisste Auto mit Boot sein.

Gespannt verfolgte ich erneut den Bildschirm des ROV,s (Unterwasser Roboter), endlich Grund in Sicht, halbe Umdrehung und vor mir lag ein leeres Ölfass.
Da der Deckel nicht mehr vorhanden war, untersuchte ich dieses nicht, sondern fuhr darüber hinweg.
Ein paar Meter weiter blitzten mich zwei Alu-Felgen an. Ab diesem Moment war klar um was es hier ging.
Die anschliessende Runde um das Auto brachte auch das Boot zum Vorschein, welches mit dem Auto verbunden war.

Der Hintergrund:
Peter Sigrist aus Luzern wurde seit dem Freitag (15.10.2010) vermisst. Er fuhr an diesem Tag von Luzern aus mit einem Boot auf den Vierwaldstättersee. Am Mittwochnachmittag hat ein Passant bei Weggis eine Leiche im Vierwaldstättersee entdeckt und die Polizei informiert. Die Ermittlungen ergaben, dass es sich bei der Person um den vermissten Peter Sigrist handelt. Der zuständige Amtsstatthalter hat eine Obuduktion veranlasst um die Todesursache zu eruieren. Eine Gewalteinwirkung kann ausgeschlossen werden. Die Polizei sucht weiterhin nach dem Boot (Motorschiff Marke Mole Fischer XL) und dem Auto des Verstorbenen (Subaru Outback, grau, Kontrollschild OW 6677) (Ausschnitt aus dem Polizeibericht).

.......................................................................................................................................................................................................................................
Sensationeller Fund
Schweizer Jagd-Flugzeug in 120 m Tiefe entdeckt

April 2013

Schweiz Aktuell Beitrag zum Fliegerfund in Vierwaldstättersee

Es geschah am 3. Juni 1946: Auf dem Flugplatz Buochs im Kanton Nidwalden startete eine Viererstaffel des Typs Morane. Ihr Auftrag: Überflug ins Luzerner Emmen, unterwegs verschiedene Übungen im Formationsflug. Dazu kam es aber nicht. Denn hoch über dem Viewaldstättersee touchierten sich die beiden hinteren Maschinen. Sie gerieten ins Trudeln. Der eine Pilot rettete sich mit dem Fallschirm. Sein Flugzeug krachte in einen Wald bei Meggen (LU). Der zweite Pilot konnte sich nicht mehr aus dem Flugzeug befreien. Er stürzte mit seiner Maschine in den Vierwaldstättersee und kam dabei ums Leben.Die Leiche des Pilots wurde nach zwei Tagen gefunden. Das Wrack der Morane erst 67 Jahre später.

«Der verschollenen Morane waren wir schon seit dreieinhalb Jahren auf der Spur», sagt Roger Eichenberger, Inhaber des Unterwasser-Unternehmens Divework in Gersau. Zusammen mit Bruno Felskowsky, hatten sie den See systematisch nach dem verschollenen Wrack durchsucht, wie «Schweiz aktuell» berichtet. Die beiden Taucher suchten die Stelle mit einem Tauchroboter ab, der mit einer Videokamera bestückt ist und brachten so sensationelle Bilder des Wracks ans Tageslicht. Ganz deutlich zu erkennen sind Leitwerk, Cockpit, eine Kanone und der Flugzeug-Motor. Alles fast ohne jede Spur von Korrosion, nur teilweise bedeckt von Schlamm und Schlick. Was mit dem Wrack geschieht, ist noch unklar.




Weiteres Video vom Flieger
...................................................................................................................................................................................................................................

Holz Fischerboot in 62 m Tiefe gefunden

Februar 2013

Ich musste schon zwei Versuche abbrechen, weil genau über der Wrackposition Netze gestellt waren. Nun aber schien das Glück auf meiner Seite und ich konnte das Wrack erstmals betauchen. Das 6 m lange und 1.8 m breite Boot, welches wahrscheinlich einem Berufsfischer gehörte, liegt in Hanglage in 62 m Tiefe.
Gase:
TMX 21/35
TMX 50/10
100% Sauerstoff
GZ 20min
TZ 60min



...................................................................................................................................................................................................................................

Dahinden im Wasser vom Freitag, 06. Juli 2012 mit Bericht über die Segeljasse mit Glas

Tauchen Sie mit Sabine Dahinden in die Tiefen des Vierwaldstättersees ein. Dort nämlich, 70 Meter unter der Wasseroberfläche, machen zwei Taucher einen spektakulären Fund.




Spektakulärer Fund im Vierwaldstättersee:

Taucher entdeckt gesunkenes Glastransport-Schiff
Es ist ein schweizweit einmaliger Fund: Auf dem Grund des Vierwaldstättersees liegt auf 70 Metern eine Segelschiff, voll beladen mit Glas. Für den Gersauer Taucher Roger Eichenberger ist es die Entdeckung seines Taucherlebens, wie er in der Sendung „Dahinden im Wasser“ sagt. Auch die Historiker interessieren sich für diesen Zeitzeugen der regionalen Industriegeschichte.

Das Segelschiff ist 13 Meter lang, drei Meter breit und beladen mit 15 Kisten, welche Glas enthalten. Ein grosser Teil liegt in Scherben, doch einige Glasgefässe wie etwa kleine Fläschchen oder Petrollampen haben das Absinken des Schiffes überlebt. „Sehr aussergewöhnlich ist bei diesem Fund, dass sich die gesamte Ladung noch auf Schiff befindet. Normalerweise fällt diese von Bord, sobald ein Schiff sinkt. So etwas habe ich noch nie gesehen“, freut sich Roger Eichenberger. Der Berufstaucher spricht aus Erfahrung: Seit Jahren sucht er den Vierwaldstättersee mit neuesten technologischen Hilfsmitteln systematisch ab und ist gut vernetzt mit anderen „Schatztauchern“.

Nun beginnt das grosse Rätselraten über die Geschichte des Schiffes. Gemäss der Kantonsarchäologie Luzern, welche sich die Videoaufnahmen des Wracks angeschaut hat, wurde das Schiff mit grosser Wahrscheinlichkeit zwischen 1860 und 1870 gebaut. Wohin und mit welchem Auftrag das Schiff unterwegs war, weshalb es gesunken ist und wann genau die Tragödie sich ereignete, darüber lässt sich vorerst lediglich spekulieren. Bisher konnten weder in den Staatsarchiven noch in den Unterlagen der Glasfabrik Hergiswil Hinweise auf das gesunkene Schiff gefunden werden. „Dass ein Schiff dieser Grösse untergeht, ohne dass irgendwo darüber berichtet wurde, ist unwahrscheinlich“, sagt Fabian Küng von der Kantonsarchäologie Luzern. „Falls es gelingt, den in Frage kommenden Zeitraum weiter einzugrenzen, kann die Recherche fokussierter fortgesetzt werden.“ Da sich der Fundort des Schiffes unweit von Hergiswil befindet, liegt die Vermutung nahe, es könnte sich hierbei um Gut der Glasfabrik Hergiswil handeln. Und tatsächlich finden sich Exemplare, die Roger Eichenberger vom Schiff hochgeholt hatte, in alten Glasi-Katalogen wieder. „Dieses Glas stammt zu 100 Prozent von uns“, sagt Glasi-Direktor Robert Niederer in der TV-Sendung „Dahinden im Wasser“ (siehe Hinweis). Der Luzerner Archäologe Fabian Küng geht davon aus, dass das Schiff Altglas transportierte und zu einer von mehreren Glasfabriken unterwegs war, die um 1900 am Ufer des Vierwaldstättersees in Betrieb waren. „Das Glas ist meist beschädigt und scheint bereits vor dem Untergang zerbrochen gewesen zu sein. Ausserdem befindet sich Fensterglas auf dem Schiff; solches wurde im fraglichen Zeitraum am Vierwaldstättersee nicht mehr hergestellt“, stützt Küng seine These.

Eine Hebung des Schiffes steht nicht zur Diskussion, auch wenn sie eine weitere Analyse vereinfachen würde. Einerseits wäre dies zu kostspielig, andererseits ist es den Archäologen und auch dem Entdecker ein Anliegen, derartige Fundgegenstände möglichst im Urzustand zu belassen. „Das Schiff soll als Zeitzeuge auf dem Grund ruhen“, wünscht sich der Taucher Roger Eichenberger.

.............................................................................................................................................................................................................................

Kabinenboot -70m

Januar 2012

Im September 2011 fanden wir in 70m Tiefe ein Kabinenboot mit einem Homelite 4T Aussenborder. Das Boot und der Motor stammen aus den 50er bzw. 60er Jahren. Anhand der noch vorhandenen Leinen kann davon ausgegangen werden, dass sich das Boot los gerissen hat. Seltsamerweise ist der Rückwärtsgang eingelegt.Leider ist kein Kontrollschild zu erkennen so das die genauen Umstände die zum Untergang geführt haben nicht geklärt werden konnten. Bei diesem Tauchgang machte ich 15 min Grundzeit mit folgenden Gasen. TMX 19/40 TMX 50/10 und 100% O2. Nach 80min war ich wieder auf dem Boot.




..............................................................................................................................................................................................................................
Der Nauen Portland -75m

Im Jahr 1953 sank der Nauen Portland aus unbekannten Gründen. Das Wrack rutschte von der ursprünglichen Untergangsstelle noch etwa 100m weit über den schräg abfallenden Seegrund bis der Nauen in -75m Tiefe zum Stillstand kam. Die Schleifspur ist heute nach rund 60 Jahren immer noch zu sehen.Verwendete Gase bei 20 min Grundzeit:
TMX 17/40
TMX 30/30
TMX 50/10
Sauerstoff






...............................................................................................................................................................................................................................
Segeljacht im Zugersee -40m gefunden

März 2011

Des Öfteren hörte ich Fischer fluchen sie hätten schon wieder ihre Tiefsee - Leinen an irgendwas verloren, das machte mich stutzig, so beschlossen wir uns das Gebiet genauer anzusehen. Als Erstes teilten wir das Gebiet in ein Raster ein und fuhren dann Bahn für Bahn mit dem Sonar ab. Als dann auf dem Monitor ein Segelboot mit einer Rumpflänge von 8m und einer Masthöhe von 10m auftauchte, staunten wir nicht schlecht. Ein paar Wochen später holte ein guter Arbeitskollege (Stefan) uns mit dem Ponton ab und so fuhren wir an die Untergangsstelle. Nach dem üblichen Gerödel tauchte ich mit Hans senkrecht ab, bei -30m meinten wir eine zweite Leine zu sehen, was aber der oberste Teil des Mastes war. Nach 15min Grundzeit und einer Menge Eindrücke reicher, stiegen wir wieder auf. Gase : EAN 28 + EAN 50
.................................................................................................................................................................................................................................

Stauwehr Lac Vouglans HD

Dezember 2010

Diesen Sommer fuhren Hans, Kay und ich mit HD-Kamera bewaffnet an den Lac Vouglans. Hans hatte wie immer etwas länger für die Anfahrt, er ist ja auch nicht mehr der Jüngste :-) Dies hatte auch gute Seiten, so konnten Kay und ich das Boot einwassern und das übrige Material bereit stellen. Als Hans dann eintraf, brannte es Kay und mir schon gewaltig unter den Fingernägeln und so gings mit Vollgas an den Tauchplatz. Die Sicht war wie gewohnt tauchbar, aber gut für den Lac Vouglans. Insgesamt machten wir in vier Tagen sechs Tauchgänge am Kloster, Stauwehr und an der Zisterne.

..................................................................................................................................................................................................................................

Die Naue Flora

Juni 2010

Zur Geschichte:
Am 09. Dezember 1899 fuhr die mit Sand beladene Naue Flora von Buochs in Richtung Luzern. Als die Naue in Luzern nicht eintraf wurde in Buochs nachgefragt und sogleich mit der Suche begonnen. Ausser ein paar Trümmerteilen, die an Land gespült wurden, fand man nichts. Bei diesem Untergang verloren fünf Seeleute ihr Leben.



..................................................................................................................................................................................................................................

Lediwracks im Walensee

Mai 2010

Nach dem wir am Morgen feststellen mussten, dass das Hundsloch im Wägitalersee nicht tauchbar war, beschlossen wir die Lediwracks im Walensee zu filmen. Am Bommerstein in Mols angekommen, trafen wir auf einen Taucher, dessen Partner kurzfristig abgesagt hatte. So tauchten wir im Trio zum ersten Wrack, der Backbordseite entlang bis zum Heck. Vom ersten Wrack führen Fussabdrücke zum zweiten Wrack. Dieses liegt einiges mehr im Sediment als das erste. Nach einer Umrundung kehrten wir zum oberen Wrack zurück und tauchten gemütlich aus.
Getauchte Gase: EAN 32 + 100%O2

.................................................................................................................................................................................................................................

Seilbagger gefunden

November 2009

In den 70er Jahren versank im Zugersee ein Seilbagger, auch Dragline-Bagger genannt. Kurze Zeit später suchten Taucher nach dem Wrack mussten jedoch bei 60m aufgeben. Im Oktober 2009 fand ich nach mehreren Suchtauchgängen das unberührte Wrack und konnte es ein paar Wochen später in Beleitung von Martin filmen.





..................................................................................................................................................................................................................................

Versunkenes Kloster und Stauwehr II

Mai 2009

Nach unserem Ausflug im Dezember 2008 zum Lac de Vouglans beschlossen wir es im Frühling erneut zu versuchen und diesmal wurden wir nicht enttäuscht. Der Wasserstand war etwas gestiegen und die Sicht betrug nun 5m. Ziel des ersten Tauchganges war der westliche Klosterflügel, der um 50m lag. Der Nächste war für morgen, zum östlichen Gebäude geplant. Dieser Tauchgang führte uns grösstenteils durch das Kellergewölbe bis auf -60m, wobei der vorderste Taucher die Leine legte und der Hintere zusätzlich beleuchtete. An dieser Stelle bedanke ich mich bei Dani und Hubert, die mich mit Ihren Kreislaufgeräten und Höhlenerfahrung bei meinen Aufnahmen unterstützten. 


Das Wehr liegt etwas weiter Richtung Seeende etwa 3km vor der neuen Staumauer in 50-85m Tiefe. Als Erstes erreicht man eine Plattform mit etwa 8 Maschinen-Häuschen in denen sich die Zahnräder, Getreibe und Wellen befinden, die zum Heben und Senken der Schieber benötigt wurden. Unter der Plattform finden sich mannsdicke Ketten, die mit den Schiebern verbunden sind. Auf etwa -65m befindet sich der Eingang zur Wendeltreppe, die auf die oberste Plattform führt. Nach 30 min Grundzeit mit TMX 18/35  stiegen wir hoch und tauchten mit NX50+O2 nach 70 min auf. 


.................................................................................................................................................................................................................................

Neues Wrack auf 105m entdeckt

Januar 2009

.................................................................................................................................................................................................................................

Trimix-Tauchen.ch

Versunkenes Kloster

Dezember 2008

Einmal etwas anderes dachte ich mir als ich mitte November beschloss das Kloster im Lac de Vouglans auf zu suchen. Über das Kloster hatte ich in der Vergangenheit schon viel gehört und so machte ich mich an die Planung des Projektes. Als erstes mussten die Bewilligungen für jeden Taucher eingeholt werden, in dem Stausee gilt ohne gültige Bewilligung Tauchverbot. In der Zwischenzeit stellten wir jede Menge Gase und Flaschen zusammen, denn in der Gegend sind die Füllmöglichkeiten rar. Dann musste das Boot auf den Trailer und die ca. 1.2t schwere Ausrüstung von mir und Nöbi im Bus verstaut werden. Das Kloster und auch das alte Stauwehr sind nur mit Boot zu erreichen und liegen vom Hafen aus 5 bzw. 8km entfernt.
Zur Geschichte:
Der See wurde von 1964 bis 1969 erbaut und überflutete das Tal, dass der Fluss Lain einst geformt hatte. Der Stausee erstreckt sich heute auf einer Länge von 30km und hat eine Tiefe von max. 100m. Ein Teil des Klosters (Eingang) wurde vor dem Aufstauen des See abgebaut und etwa 50m weiter oben auf einer Lichtung wieder aufgebaut. 

Anreise :

Nach einer 4 stündigen Fahrt war das Ziel La Mercantine erreicht. Da unsere Tauchkollegen Dani und Hubert noch nicht vor Ort waren, besichtigten Nöbi und ich die Anlage. Erschrocken stellten wir fest, dass der See etwa 10-15m unter dem Normal- Stand lag. Was zum Tauchen sicher ein Vorteil ist (geringere Tiefe), ist für das Einwassern eher ein Hindernis. Die Slip-Rampe führte zwar bis ins Wasser, aber an mehreren Stellen hatte sich loser Sand mit bis zu 0.5m Höhe angesammelt. So beschlossen wir erst mal Solo mit dem Bus runter zu fahren und als das gelang mit dem Anhänger. Mit 4x4, Untersetzung und 4 durchdrehenden Rädern gelang es den Anhänger auch wieder hoch zu ziehen. Als die Sand-Rally überstanden war, fuhren wir mit dem Boot via GPS an die Tauchplätze und schauten uns diese mit dem Echolot an. So wussten wir was für Gase am nächsten Tag benötigt werden. Das anschliessende Bier bei der Tauchplatzbesichtigung genossen sichtlich alle. Gegen Abend bereiteten wir noch die Ausrüstung für den nächsten Tag vor.

Erster Tauchgang: Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir den Tauchplatz La Grande Charteuse an. Nach dem Ankern tauchten wir im Freiwasser auf 45m ab und trafen auf die Mauern des Klosters. Leider war die Sicht mit 1.5m recht schlecht, so dass wir alle mit Real von der Abtauchstelle aus Tauchen mussten. Im Schein der Lampen und teilweise mit den Händen tastend tauchten Räume, Torbögen, Fenster und Löcher im Boden auf. Ausser dem Dach und dem Eingangsportal ist alles erhalten. Es hat sich gezeigt, dass wen man nicht aufpasst, sich schnell unter einer Decke befindet. Mit 40min Grundzeit auf ø 45m waren wir nach 80min wieder auf dem Boot. Gase: Nitrox 28, Nitrox 50 und Sauerstoff.

Zweiter und dritter Tauchgang: Führte uns um das Gebäude herum wobei wir auf der einen Seite den Hang Richtung Land und auf der anderen einen Innenhof antrafen. Vom Innenhof her sahen wir einige Löcher im Boden, die anscheinend in den Keller führen, aber zu klein sind um mit D-15 und 2 Stages durch zu kommen. So suchten wir beim dritten Tauchgang den eigentlichen Keller-Eingang und fanden diesen auf der Stirnseite des Gebäudes. Leider ist der Eingang nach ein paar Metern eingestürzt, so dass kein grösserer Zugang existiert. Letzter Tauchgang 45min auf ø 45m ergab eine Tauchgangsdauer von 100min. Gase: Nitrox 28, Nitrox 50 und Sauerstoff.

Fazit: Anstrengende aber sehr eindrückliche Tauchgänge.

..................................................................................................................................................................................................................................

Tauchgang zur SS-Hirondelle

Januar 2006

Früh am Morgen machte ich mich auf den Weg um am Genfersee die SS_Hirondelle zu betauchen. Kaum hatte ich meine Flaschen ausgeladen, fuhr auch schon mein Tauchpartner Dani mit einem breiten Grinsen auf den Platz. Nachdem Aufrödeln und Checken der Gase, machten wir uns auf den Weg zur Abtauchstelle und tauchten nach Kompass Richtung Bug der SS_Hirondelle.

Bei 45m am Bug angekommen, tauchten wir an der Steuerbordseite hinab und sahen die grossen Baumstämme, die bei der missglückten Bergung an Deck der Hirondelle befestigt wurden. Etwas weiter unten tauchten im Schein unser Lampen die Holzaufbauten auf, die noch recht gut erhalten sind. Anschliesend kamen die Schaufelräder zum Vorschein, welche sich etwa in der Mitte des Schiffes befinden. Wir konnten uns nicht entscheiden, ob wir den Rumpf oder mehr die Aufbauten ansehen mochten, den für eine zweite Umrundung würde die Zeit nicht reichen. Nun waren wir an der tiefsten Stelle von 58m angelangt. Wir tauchten über den Maschinenraum, wo wir die freiliegende Kurbelwelle sahen. Es ging weiter zur Backbordseite und an einer Luke vorbei, die in einen grösseren Raum im Schiffsinneren führt. Die Verlockung war gross, aber meine Tabelle gab mir noch 4min Grundzeit, so waren wir auch bald wieder am Bug angelangt und verabschiedten uns von der SS-Hirondelle. Die Deco und der Gaswechsel verliefen routinemässig und so waren wir nach 70min wieder aus dem Wasser.
Verwendete Gase : D-15 TMX 21/35   80cfu EAN 50    40cfu O2